GESCHWISTER-SCHOLL-SCHULE

GRUND- UND WERKREALSCHULE

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
GSS-St.Ilgen ::: Schule im Team

Diesjähriges Sicherheitstraining an der Geschwister-Scholl-Grundschule

E-Mail Drucken PDF

„Darf ich mit dem Mann einfach mitfahren? Wie verhalte ich mich, wenn ich auf dem Spielplatz angesprochen werde? Und was mache ich, wenn ich alleine zu Hause bin und es an der Tür klingelt?“ Solche und weitere Fragen wurden beim diesjährigen Sicherheitstraining der Zweitklässler der Geschwister-Scholl-Schule besprochen. Frau Wolf und Herr Breitsch von der Polizei Leimen kamen wieder an die Schule und führten mit der Schulsozialarbeiterin Susanne Siebler das zweistündige Sicherheitstraining durch. Hierbei sollten die Zweitklässler für ein richtiges Verhalten in Gefahrensituationen anhand von Rollenspielen, Gesprächen und Filmsequenzen mit anschließender Reflexion sensibilisiert werden. Abschließend bekamen die Kinder eine Kindernotfallkarte, auf der wichtige Telefonnummern notiert werden können und wenige Tage später eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme überreicht. Nun waren sie kleine „Profis“ in diesem Bereich und wussten ganz genau, was man tun muss, um sich sicher (unterwegs) zu fühlen.

Letztes Jahr wurde dieses Training an der Geschwister-Scholl-Schule eingeführt und ging in diesem Schuljahr in die zweite Runde. Die Rückmeldung der Kinder, Eltern und Lehrkräfte war äußerst positiv. Auch noch Tage danach war dieser doch außergewöhnliche Besuch Thema in der Grundschule. Im nächsten Schuljahr dürfen wir gespannt sein, ob wir erneut Frau Wolf und Herrn Breitsch zum jährlichen Sicherheitstraining bei uns begrüßen dürfen.

 

45. Flohmarkt „Schlümpfe“ am 13.11.2016

E-Mail Drucken PDF

Am 13.November 2016 fand in der Kurpfalzhalle der 45.Flohmarkt „Schlümpfe“ statt, der seit einigen Jahren von der Geschwister-Scholl-Schule in Zusammenarbeit mit ihrem Förderverein organisiert wird. Das Angebot an Kinderkleidung und Spielsachen auf  über 100 vermieteten Tischen war vielseitig und umfangreich. Dank der Kuchenspenden von Eltern aller Klassen konnten die zahlreichen Besucher nach ihren Einkäufen Kaffee und Kuchen genießen.

Beim Verkauf von Kuchen, Würstchen und Getränken packten das Schulleitungsteam, Frau Stöckermann-Borst und Frau Grubisic, einige Eltern und das Team des Förderverein kräftig mit an. Bei der Bewirtung, ebenso wie beim Auf- und Abbau der Tische und Stühle half zuverlässig und freundlich eine 9.Klasse zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Frau Hübner. Bei ihnen und allen Eltern, die uns unterstützt haben, bedanken wir uns sehr herzlich!

Die Einnahmen des Flohmarktes fließen vollständig in Schulprojekte wie z.B. die Schülerbücherei oder die Gewaltprävention. In guter Tradition erhalten zudem die Neuntklässler einen Zuschuss für ihre Klassenfahrt.

Der 46.Flohmarkt wird am 19.März 2017 stattfinden.

 

Sie wurden aus dem Schlaf gerissen, um in den Tod zu reisen

E-Mail Drucken PDF

Gedenkstunde anlässlich der Verschleppung jüdischer Mitbürger ins Internierungslager Gurs

Von Sabine Geschwill

Leimen. Die schrecklichen Verbrechen der Nationalsozialisten liegen schon lange zurück. Ihre Folgen bleiben aber unvergessen, sie sind in den Köpfen einer ganzen Nation verankert. Das Hitler-Regime forderte viele Opfer, darunter auch vier jüdische Mitbürger aus Leimen. Das Ehepaar Hugo und Karolina Mayer sowie Karoline Bierig und ihre Tochter Selma wurden, wie viele jüdische Mitbürger aus den Städten und Dörfern Badens und der Pfalz, am frühen Morgen des 22. Oktober 1940 von den Männern der Gestapo aus dem Schlaf gerissen und aufgefordert, sich in kürzester Zeit reisefertig zu machen. Sie sollten auf Befehl in Sonderzügen in das französische Internierungslager Gurs am Rande der Pyrenäen deportiert werden. Es sollte ihre letzte Reise werden: Sie führte direkt in den Tod. Hugo Mayer starb in Gurs, die anderen Leimener Juden in Auschwitz.

Um an das traurige Schicksal dieser unschuldigen Mitbürger und an die vielen Tausend Opfer des Nazi-Regimes zu erinnern, hatte Oberbürgermeister Hans D. Reinwald am Jahrestag der Pogromnacht zusammen mit den Pfarrern Leimens zu einer Gedenkstunde ins Foyer des historischen Rathauses eingeladen. Seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten und spätestens seit den schändlichen Nürnberger Rassegesetzen und der Pogromnacht am 9. November 1938 war das Leben der Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland unerträglich geworden.

„Wir Nachgeborenen vermögen uns die Angst und den Schrecken dieser Lebensbedingungen kaum vorzustellen“, stellte der Oberbürgermeister in seiner Ansprache hervor. Er machte sehr deutlich, dass man aus den damaligen schrecklichen Ereignissen eine Lehre ziehen sollte und der Ausgrenzung von Menschen aufgrund von Herkunft, Hautfarbe oder Glauben vehement entgegentreten müsse. „Viele Reden werden wieder in Deutschland gehalten, die menschenverachtendes und gehässiges Gedankengut verbreiten“, sagte Hans D. Reinwald. „Das darf nicht sein, dagegen müssen wir uns mit aller Kraft wehren.“ Dies sei eine Aufgabe für alle, betonte der Rathauschef.

Die Gedenkfeier fand nicht ohne Grund im Foyer des Rathauses statt. Dort wurde nämlich vor zwei Jahren in Erinnerung an die Leimener Opfer ein Gedenkstein aufgestellt. Die Idee dazu hatten im Rahmen eines Schulprojektes an der Geschwister-Scholl-Schule die damaligen Schülerinnen Katharina Belman, Sabina Kinderknecht und Anastasia Gammermajster. Der Gedenkstein selbst wurde vom Leimener Steinmetz Udo Baumgärtner aus Sandstein geschaffen. Ein Pendant dieses Monuments hat seinen Platz in Neckarzimmern gefunden. Dort wurde eine Gedenkstätte für alle Opfer aus 137 badischen Gemeinden eingerichtet. Der Leimener Gedenkstein soll nach dem einvernehmlichen Beschluss des Gemeinderates im Bereich des neuen Rathauses seinen endgültigen Platz finden.

Gemeinsam mit Lehrer und Projektbetreuer Martin Delfosse nahmen die ehemaligen Schülerinnen der Geschwister-Scholl-Schule an der Gedenkstunde teil und lasen Auszüge aus Briefen der verschleppten Leimener Juden. Für die passende musikalische Untermalung der Gedenkstunde sorgte Vladimir Rivkin von der Musikschule.

Sie wurden aus dem Schlaf gerissen, um in den Tod zu reisen

RNZ-Artikel vom 11.November 2016 zur Gedenkstunde anlässlich der Verschleppung jüdischer Mitbürger ins Internierungslager Gurs

   11.11.2016  136.11 KB  582

 

Bericht zum Gurs-Gedenken am 9.November 2016

E-Mail Drucken PDF

Schwamm drüber!?

„Nun lieber Kurt wirst Du oft über die Verhältnisse …[in Leimen]* gefragt haben und wie unverschämt sich diese benommen haben …. Wir wissen jetzt nicht, ob wir noch mal nach Leimen fahren (Schwamm drüber).“

*) Der hier ergänzte Begriff „in Leimen“ ersetzt an dieser Stelle verkürzend die Ausführungen Hugo Mayers, die im Detail auf der Homepage des Mahnmal-Projektes Leimen eingesehen werden können.

Diese Worte stammen von Hugo Mayer, geschrieben im Lager Noé am 21.April 1941 an seinen zwanzigjährigen Sohn Kurt in Manchester. Nach seiner Verschleppung aus seinem Haus in der Leimener Rohrbacherstraße am 22.Oktober 1940 in das südfranzösische Lager Gurs, nach der Verlegung in das Lager Noé im Februar 1941, gezeichnet von körperlichen Gebrechen und Schmerzen gehen die Gedanken von Hugo Mayer im Angesicht des erlebten Elends in den Internierungslagern zurück nach Leimen.

Stolz ist er, stolz über seinen Sohn in England, stolz, welche Arbeitsstelle dieser dort innehat, stolz über das, was er selbst in Leimen als ehrlicher Geschäftsmann erreicht hat. Umso mehr ist er verletzt, dass bestimmte Personen in Leimen, die er namentlich nennt, sich ihm gegenüber so unverschämt benommen haben. Was konkret vorgefallen ist, erfährt man kaum, in welcher Beziehung er zu diesen Personen stand, erfährt man ebenso wenig, jedenfalls waren es Menschen, die er zu kennen glaubte, und von denen er doch so enttäuscht wurde.

Unabhängig davon, welches Ausmaß an Ungerechtigkeiten und Demütigungen insbesondere das Jahr 1940 für die Juden in Leimen mit sich brachte, so steht doch fest, das Leiden für Hugo und Karolina Mayer begann nicht erst am Tag der Deportation, das Leiden bestand schon vorher. Karolina Mayer schreibt in demselben Brief, dass sie aufgrund der Vorfälle noch dort in Leimen stark abmagerte. Man kann sich vorstellen, wie das den beiden zugesetzt hat, als ehrliche unbescholtene Bürger so viel in und für Leimen geschafft zu haben und dann, weil sie Juden waren, ihres Eigentums, ihrer Rechte und ihres Ansehens beraubt zu werden.  Neben den damals üblichen Restriktionen und Ausgrenzungen blieben auch persönliche Beziehungen zu Leimener Bürgern auf der Strecke, weil diese sich unverschämt benommen haben.

Und trotz alledem, trotz dem für uns kaum vorstellbaren Leiden im Internierungslager, waren die Gedanken von Hugo Mayer nicht beherrscht von Rache. Von Hunger und Krankheit ausgezehrt und zermürbt ahnte er wahrscheinlich, dass er nicht mehr nach Leimen zurückkehren würde, sondern in der Ferne sterben muss. So ist, denke ich, sein Wort vom „Schwamm drüber“ zu verstehen als ein Anerkennen der unveränderbaren Situation, als Ausdruck einer verloren gegangenen Hoffnung, die Heimat wiedersehen zu können, gepaart mit einer stolzen Würde. Hugo Mayer spricht damit gleichsam zu sich selbst, denn er muss sich damit abfinden, die Leimener Verhältnisse nicht mehr selbst regeln zu können, seine Ehre nicht mehr selbst wiederherstellen zu können, deshalb „Schwamm drüber“. Und deshalb hat er dieses Wort wohl auch in Klammern gesetzt, als enttäuschter Nachsatz der Unabänderlichkeit, als Einschränkung, weil er eigentlich weiß, wegwischen und vergessen kann man das nicht, was da in Leimen und in Deutschland mit den Juden passiert ist.

Wegwischen und vergessen, dies darf eben nicht geschehen, sonst hätten die Nazischergen von damals gewonnen, wenn ihre Opfer in Vergessenheit gerieten. Und so ist es gut, richtig und wichtig, dass auch im Jahr 2016 am 9. November mit einer ökumenischen Andacht in der katholischen Kirche, gestaltet von den Pfarrern Arul Lourdu, Holger Jeske-Heß und Jörg Geißler, der jüdischen Opfer aus Leimen gedacht und anschließend am Mahnmal nach einer Gedenkrede von Oberbürgermeister Hans Reinwald ein Brief der jüdischen Opfer aus Noé vom 20./21.April 1941 durch die Mitglieder des Mahnmalprojektes verlesen wurde.

Oberbürgermeister Hans Reinwald betonte in seiner Ansprache, dass die Erfahrungen von damals uns dazu verpflichten, sich heute gegen Ausgrenzung und gegen Fremdenhass einzusetzen. Ein Gedanke, der auch in der ökumenischen Andacht mehrfach eine Rolle spielte, dass es heute gilt wach­sam zu sein gegenüber allen nationalistischen, juden- oder islamfeindlichen und rassistischen Gedanken, Worten und Taten.

Nach der Gedenkstunde am Mahnmal im Foyer des Alten Rathauses Leimen:  V.l.n.r. Oberbürgermeister Hans Reinwald zusammen mit den Mitgliedern des Mahnmalprojektes Sabina Kinderknecht, Anastasia Gammermajster, Martin Delfosse und Katharina Belman.

Nach der Gedenkstunde am Mahnmal im Foyer des Alten Rathauses Leimen:

V.l.n.r. Oberbürgermeister Hans Reinwald zusammen mit den Mitgliedern des Mahnmalprojektes
Sabina Kinderknecht, Anastasia Gammermajster, Martin Delfosse und Katharina Belman.

 

Erstes Geld für den Schulneubau

E-Mail Drucken PDF

Ersatzbau bei der Scholl-Schule kostet vier Millionen – Gemeinderat bewilligte Mittel für die Planung

Leimen. (fre) Die Worte von Oberbürgermeister Hans D. Reinwald machten es bei der zurückliegenden Ratssitzung mehr als deutlich: Bildung kostet Geld. Viel Geld. Um einen desolaten Trakt der Geschwister-Scholl-Schule lediglich zu erneuern, müssen voraussichtlich vier Millionen Euro in die Hand genommen werden. Von der geplanten Einrichtung einer Ganztagsgrundschule, über der aufgrund der wenig klaren Entscheidungen der Landesregierung sowieso noch das Damoklesschwert schwebt, ist dabei kostenmäßig noch nicht die Rede.

Vordergründig ging es um die Vergabe der Fachplanungen für den Ersatzbau, die Elektrotechnik, die Heizungs- und Sanitäranlagen sowie für die Statik. 250 000 Euro sollen hierfür noch im Haushaltsjahr 2016 bereitgestellt werden – nahezu das Dreifache dessen, was ursprünglich eingeplant war. Bei drei Nein-Stimmen der FDP stimmte der Gemeinderat diesem Vorgehen zu.

Das Modulkonzept, das vom Architekturbüro Weindel & Junior mit Blick auf einen künftigen Ganztagsbetrieb mit Cafeteria nicht alleine für den Ersatzbau vorgeschlagen worden war, stieß auf allseitige Zustimmung. Peter Sandner (SPD) begrüßte die so ermöglichte Erweiterung. Für Sahin Karaaslan (GALL) machte ein weiteres Aufschieben der überfälligen Baumaßnahme keinen Sinn. Hans Appel (CDU) hätte bei allem Ja zum Ersatzbau gerne auch Leimener Planer zum Zuge kommen sehen. Klaus Feuchter (FDP) plädierte – unterstützt von Rudolf Woesch (FW) – vergebens für ein sofortiges drittes Obergeschoss: Dieses sei von der Schule gewünscht und es käme die Stadt bei einer sofortigen Miterstellung um rund 300 000 Euro billiger als eine spätere Aufstockung.

Den Sitzungsunterlagen war zu entnehmen, dass im geplanten zweiten Obergeschoss auch zwei zusätzliche Räume für den Unterricht von Flüchtlingskindern geschaffen werden. Insgesamt geht die Stadt, wie anderweitig verlautete, von fünf Klassen aus, die zur Unterrichtung von Flüchtlingskindern neu eingerichtet werden müssen.

Erstes Geld für den Schulneubau

RNZ-Artikel vom 10.November 2016 zur Schulentwicklung in Leimen.

   10.11.2016  333.27 KB  509

 


Seite 10 von 82

Zufallsbild

Übersetzung

Wikipedia